Erfahrungsbericht: Jide Remix Mini

Vor gut einem halben Jahr bin ich auf die Kickstarter Kampagne des Remix Mini gestoßen. Dieser wurde mit den Worten „The world’s first true Android PC“ beworben und hat mich nach Einsicht der technischen Daten überzeugt. Somit wurde die Kickstarter Kampagne des Remix Mini mit 60 Dollar unterstützt.

Nach einer Wartezeit von gut 4 Wochen, konnte ich dann Anfang November mein Gerät beim Zoll in Koblenz abholen. Seitdem sind einige Wochen vergangen in denen ich den Remix Mini diverse male verwendet und auch getestet habe. Daraus resultierend möchte ich meine Erfahrungen an dieser Stelle nieder schreiben.

Remix Mini - Hands On
Remix Mini


Das Unboxing

In der Verpackung findet man neben dem Remix Mini, noch ein Netzteil, eine Kurzanleitung und ein HDMI Kabel. Jedoch ist das HDMI Kabel nicht einmal einen halben Meter lang und war somit für meinen vorgesehenen Einsatzort zu kurz.
In dem folgenden Video kann man die Verpackung und dessen Inhalt sehr gut erkennen. Außerdem wird das RemixOS ein wenig demonstriert.


Die Hardware

SOC: Allwinner 1.2GHz Quad-Core Cortex A53 (64-bit) mit 2GB Ram
Storage: 16GB eMMC (mittels MicroSD erweiterbar
Connectivity: Wi-Fi 802.11 b/g/n – Bluetooth 4.0 – 10/100 BASE-T Ethernet
Ports: 2x USB 2.0 – 1x HDMI – 1x MicroSD – 1x Ethernet – 1x 3,5mm Clinke
Size: Height 2,6cm – Length 12,4cm – Width 3,5cm



Inbetriebnahme

Nachdem ich mir ein längeres HDMI Kabel besorgt hatte, wurde der Remix Mini an meinem Samsung SmartTV angeschlossen. Der erste Bootprozess dauerte circa 10 Minuten und endete in der Anzeige des bekannten Android Einrichtungsprozesses. Also schnell die Sprache ausgewählt und das WLAN Passwort eingegeben. Doch bei der Einrichtung des Google Kontos kam der Einrichtungsprozess ins stocken, denn es konnte keine Verbindung zu den Google Servern aufgebaut werden. Mir blieb daher nichts anderes übrig, als die Einrichtung des Google Kontos zu überspringen. Im Anschluss wurde mir zum ersten mal der Desktop des RemixOS angezeigt.
Während der ersten Minuten des herum experimentieren, versuchte ich dann erneut mein Google Konto einzurichten. Auch dieser Versuch wurde mit der selben Fehlermeldung (keine Verbindung) abgebrochen. Schlussendlich half nur von der WLAN- auf eine LAN-Verbindung zu wechseln. Da nun mein Google Konto eingerichtet war, wurde der Play Store geöffnet und diverse Apps herunter geladen. Somit konnte die Einrichtung des Remix Mini fortgesetzt werden.



Der Test

Zwar wird der Remix Mini als Android Desktop PC beworben, jedoch verwende ich ihn als Couch PC am Fernseher. Aber auch da verrichtet der Remix Mini seine Arbeit ohne Probleme. Trotz der anfänglichen Verbindungsprobleme, traten im weiteren Verlauf des Testens keine nennenswerten Probleme auf. Der gröbste Fehler bzw. Bug ist jedoch, dass weite Teile des Android Systems schlampig ins deutsche übersetzt wurden. So sind einige Standard Apps entweder komplett in Englisch oder halb Englisch bzw. halb Deutsch (siehe Screenshot des Einstellungsmenüs). Da ich kein Freund von halben Sachen bin, habe ich auf Englisch umgestellt und teste nach jedem System Update, ob sich etwas verändert hat. Stand heute hat sich aber nichts an dieser Situation geändert.
In Sachen App Kompatibilität gibt es hier und da Probleme, jedoch liegt das eher an den Apps, als am RemixOS. Während einige Apps den Vollbildmodus unterstützen (siehe Screenshot vom Google Play Store), tun es andere Apps wiederum nicht (siehe Screenshots der Google+ App). Bleibt zu hoffen das die App Entwickler da in Zukunft Abhilfe schaffen werden.
Anschließend möchte ich noch ein paar Zeilen zur Performance los werden. Auch wenn auf dem Papier ein Quad-Core steht, so sollte man nicht zu viel erwarten. Zwar lief das RemixOS und auch die meisten Apps flüssig, aber aufwändige Spiele liefen entweder gar nicht (fehlende Grafikchip Unterstützung) oder in einem Standbild ähnlichen Modus. Kleinere Spiele wie Leo’s Fortune liefen jedoch ohne Probleme.



Mein Fazit zum Remix Mini

Der Remix Mini ist als Couch PC absolut geeignet, jedoch hat er meinen Raspberry Pi 2 nicht vollständig ersetzt. Grund dafür ist das die Kodi App nicht flüssig läuft, worüber ich meine Medien am Fernseher konsumiere. Es wunderte mich aber, dass 1080p Videos über die YouTube und die Amazon Prime Instant Video App einwandfrei laufen. Aber auch das kann sich mit einem App- oder einem RemixOS-Update ändern. Des Weiteren ist bisher noch kein Marshmallow Update des RemixOS angekündigt, jedoch hoffe ich das dieses nicht mehr all zu lange auf sich warten lässt.
Abschließend kann ich nur sagen, dass der Remix Mini sein Geld Wert ist. Wer sich den kleinen Android PC nun ebenfalls zulegen möchte, sollte auf Amazon vorbei schauen. Dort ist der Remix Mini aktuell für 79,99€ (Versand durch Amazon) erhältlich.

Noch Fragen?

Hast du noch Fragen zum Remix Mini? Dann ab damit in die Kommentare.

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